Nachdem ich mich gestern fast den ganzen Nachmittag mit dem Schreiben meiner Bewerbung für unten genanntes Event befasst habe und am Ende feststellte, dass es mehr nach einer Bewerbung für eine Kunstakademie oder für irgendwas in Richtung Medien / Audiotechnik aussah, beschloß ich, nicht noch mehr sinnlose Energie in die Erstellung eines Lebenslaufes zu investieren und das mit Jülich einfach sein zu lassen.
Es fühlte sich schlichtweg nicht gut an, mein Schreiben. Gut, das mag vielleicht auch daran liegen, dass ich noch nie in meinem Leben ein ernstgemeintes Bewerbungsschreiben [um genau zu sein: noch GAR KEIN Bewerbungsschreiben] verfasst habe, was widerrum daran liegen könnte, dass es meiner Persönlichkeit vollkommen widersprechen würde, eine Bewerbung ernst zu meinen
Und ich latsche in meinem Leben diese ganzen Umwege und Wege - nur um am Ende doch wieder am Anfang anzukommen. Die Überprüfung die Zersetzung des Willens, des Selbst [man höre dazu “krank finden” von der aktuellen jansalleine Scheibe] um zu dem Schluß zu kommen:
Ich bleib ein Cowboy, der nicht weiß, wohin er geht.
Ich bleib das Antwortschreiben auf die Frage, ob Dich jemand liebt.
ICH LIEBE DICH!
Gestern noch Pennerrockstar und morgen Verantwortlicher für den nächsten Super-GAU!!! Ich bin von der Abendschule vorgeschlagen worden für ein einwöchiges Studierendenpraktikum in Jülich [Förderung im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft]. Jetzt darf ich mir übers Wochenende anhand so Infoprospekten, die bedeutungsschwangere Titel wie “Kernfusion - Eine Herausforderung für die Menschheit” tragen [*lol*], überlegen ob ich da ein total motiviertes Bewerbungsschreiben verfasse. Denn von den vorgeschlagenen Bewerbern aus NRW kommen dann 11 in den innersten Kreis [huuuuu] . Nun gut. Die ganze Aktion kommt mir doch reichlich elitär daher und mich überkommt bereits bei so Worten wie “Leistungsbereitschaft” aus dem Infoschreiben ein mittelschwerer Brechreiz. Naja, ich denke ich werde mal ein ehrliches Schreiben formulieren und mal sehen. Ich vermute, damit werde ich mich eh disqualifizieren.
Stelle gerade fest, dass es bei Schere, Stein, Papier nicht so einfach ist wie bei jansalleine, einen Überblick über den fortlaufenden Prozeß zu geben. Bei jansalleine habe ich ja meist einen fertigen Stapel Songs und setze mich hin, um den aufzunehmen und zu produzieren.
Momentan sieht es eher so aus, dass ich mich hin und wieder ne Stunde vor den Rechner setze, Rythmusspuren programmiere - dazu Gitarre spiele - Gesang und überhaupt Songsstrukturen entwickle. Einen Song habe ich bereits wieder in die Tonne gekloppt - weil Sunny meinte: ich könnte das besser / da mehr rausholen — und es soll ja diesmal wirklich gut werden, also mache ich das auch.
Deswegen ist ein Teil der Arbeit dann auch mit Melodie- und Textfetzen durch die Gegend zu laufen und an der Supermarktkasse über Rythmus und Instrumentierung zu sinnieren.
Ich denke also, ich werde hier etwas seltener als vor der ECSF Rückmeldung geben können.
Okay.. … ich will kein Spielverderber sein… aber meine Variante wird äußerst langweilig sein, da ich hier ein Buch in der Nähe liegen habe, was ich noch nicht einmal gelesen habe - und auch gar nicht mal freiwillig lesen werde, sondern fürs Abi im nächsten Semester [also Herbst] lesen werden muss…. aber hier das Stöckchen aufgefangen von Martin:
Für diesen Post hast du:
1. das nächste Buch in deiner Nähe mit mindestens 123 Seiten geschnappt,
2. es auf Seite 123 aufgeschlagen,
3. den fünften Satz auf der Seite gesucht,
4. die nächsten drei Sätze gepostet
1.) Bernhard Schlink - Der Vorleser
2.) done
3.) done
4.) “Sie erwartete keine Antwort. Niemand erwartete eine Antwort. Der Vorsitzende schüttelte stumm den Kopf.”
Kopfschüttelnd werde auch ich keine Antwort hier erwarten und den Stock im Garten verbuddeln
Bin gerade auf dem Heim-Radio-Trip — will heißen: ich transferiere meine gesamte Vinyl und CD-Sammlung als Mp3-Dateien auf meine Festplatte und schmeiß dann im WinAmp [ 2.91 natürlich! ] das komplette Musikverzeichnis inklusive Unterverzeichnisse rein und stell auf “Zufall”.
Ist wirklich ne geile Sache, weil man dazu kommt irgendwelche Sachen wieder zu hören, die man schon lange nicht mehr gehört hat. Und da fällt mir auch wiedermal auf wie beschissen ich dieses kapitalistische System eigentlich finde mit Musiklizensierung etc… - denn ich dachte: es wäre doch endgeil, wenn jeder Mensch auf der Welt quasi sein eigenes Web-Radio - bestehend aus seiner WinAmp Playlist - haben könnte ohne direkt eingebuchtet zu werden.
Denn ganz ehrlich: wie soll man denn geile, neue Mucke entdecken? Doch nicht etwa durch MTV oder die Media-Control Charts [ was eigentlich schon ein kranker Name an sich ist ]
March hat mich ja auf last.fm gebracht - das ist ja quasi so eine kastrierte Form dieser Idee… eigentlich ganz nett - aber ich hätte es eben doch gerne noch ausgeweiteter…
LUV
G_0
[Beim Erstellen dieses Artikels liefen im Hintergrund: Old 97s - Stoned; Lee Hazlewood - ?; Funny van Dannen - Kunden der Zeit; Soul Asylum - Tell me When; Dire Straits - Money for Nothing]