Just las ich Juppis Stellenanzeige und wurde zurück erinnert an einige dunkle Tage in meinem Leben, in denen ich selbst einmal eine “Ich suche eine Frau” Anzeige - nicht ganz ohne einen Unterton von enttäuschung und Bitterkeit verfasste.
Ich durchforstete geschwind mal meine Festplatte und fand tatsächlich noch dieses Pamphlet, welches mir wieder zwei Dinge ganz klar machte:
zum Einen, dass ich mich unendlich dafür liebe so beknackt zu sein, wie ich bin
und zum Anderen,
dass man das wirklich nicht “Glück” nennen kann, sondern dass es durchaus als Gottesbeweis durchgeht, wenn ich mir die Punkte durchsehe und feststelle wie sehr mein liebstes Ees recht genau der “Traumfrau” entspricht, die ich seinerzeit gesucht habe… - wie Data sagen würde: geringe Abweichungen innerhalb normaler Parameter! ![]()

Hier also nochmal die grausamen Zeilen, die ich in elender Not damals verfasst habe zur allgemeinen Belustigung und als abschreckendes Beispiel für Eure Kinder:
So tief muss kein Mann sinken !!!
Selbstverfreilich hatte ich das seinerzeit auch in einem Song verwurstet:
1. Der abgedroschene Satz: Ich liebe Dich! einmal pro Tag von mir ERNSTHAFT aufgesagt, sollte Dir ausreichen, um Dir meiner Liebe zu Dir gewiss zu sein. Es wird keine Blumen geben, es sei denn, ich habe Lust drauf mal Blumen zu kaufen (was durchaus auch alle Jubeljahre mal vorkommen kann).
2. Ich bin kein Hellseher. Ich halte Hellsehen für okkult. Wenn Du mir etwas sagen möchtest, was Dich bewegt, sprich laut, deutlich und im ganzen Satz und VORALLEM: wenn ich gerade rede und Du etwas sagen möchtest, dann mach bitte LAUTSTARK auf Dich aufmerksam und ignoriere einfach, wenn ich weiterrede. Ich bin Multi-Tasking-Fähig erzogen worden und kann GLEICHZEITIG reden und zuhören.
3. Verstecke Deine Wünsche nicht in Nebensätzen, wie auch ich meine Wünsche nicht in Nebensätzen verstecken werde. Wenn ich etwas IRONISCH sage, dann MEINE ich es auch IRONISCH. Wenn ich etwas ERNST sage, dann MEINE ich es meist ebenfalls IRONISCH. Das hat nichts damit zu tun, daß ich bescheuert bin, sondern eher etwas damit, daß dieses Leben bescheuert ist und wir halt gezwungen sind darin “herumzuleben”.
4. Wenn es einmal Streit gibt, dann sollte ein ordentlicher, leidenschaftlicher Fick ausreichen, um zumindest den Seelenfrieden und am besten auch den Frieden in der Beziehung wiederherzustellen. Wenn man nachher immer noch unterschiedlicher Meinung ist, dann sollte das für Dich okay sein, wie das auch für mich okay ist, weil wir einfach alles dummschwule Menschen-Viecher sind, die halt nun einmal unterschiedliche Meinungen haben. Was zu Punkt 5 führt:
5. Dein Harmonie-Bedürfnis sollte aufgrund Deiner Persönlichkeitsentwicklung und Weisheit gleich NULL sein. Also nicht so Emo-Schwul nach dem Motto: “Das wird nie klappen” aber Du bist frustriert deswegen, sondern REALISTISCH: “Das wird nie klappen” und es akzeptieren, im Herz und Hirn begriffen haben, weil es auf diesem Planeten NIEMALS so etwas wie “Harmonie” geben wird. D.h.: Dir sollte bewusst sein, daß Zwölf-Ton-Musik nur eine kastrierte Form der Realität ist, die uns hilft eben jene “erträglich” zu machen, diese aber nie in ihrem ganzen Umfang “wiederspiegeln” kann.
6. Du solltest in Lage sein, Menschen zu lieben, entweder weil sie scheiße sind oder OBWOHL sie scheiße sind. Ich habe mittlerweile genug Frauen geliebt in dem Wissen, daß sie eigentlich Scheiße sind und bislang haben diese mich immer so lange geliebt, weil sie zuerst dachten, ich wäre toll, bis sie merkten, ich bin Scheiße. Menschen SIND Scheiße. Und es gibt keine Möglichkeit einen anderen Menschen zu lieben, ohne diese Bewusst-Sein. Die Liebe muss dann halt entweder ein “WEIL Du Scheiße bist, liebe ich Dich” oder ein “OBWOHL Du Scheiße bist, liebe ich Dich” - Ding sein.
7. Du weisst Dich prima alleine, auch ohne mich, zu beschäftigen. Es interessiert Dich einfach nicht, ob Du mich einmal pro Woche oder einmal alle zwei Monate zu sehen bekommst. Du hast Deine Hobbies, Du hast Deine Sache. Du musst Dich deswegen ebensowenig in einen verknallen, der mehr Ähnlichkeiten mit Dir hat, wie ich mich nicht in eine verknallen muss, die mehr Ähnlichkeiten mit mir hat.
8. Du bist bereit an meine Liebe zu Dir zu glauben, auch wenn ich Zillionen anderer Frauen kenne und diese auch treffe, an denen ich Beziehungstechnisch WIRKLICH nicht interessiert bin und hast auch genug selbtwertgefühl um mir zu glauben. !!! Ich würde Dich nämlich ERNSTHAFT NIE verlassen !!! Falls Du wirklich einmal Zweifel haben solltest, bist Du der Typ Frau, der durch einen leidenschaftlichen Fick, in dem ich versuche DIR einen schönen Orgasmus zu bescheren, auch wenn ich mich selbst zurücknehmen muss, vom der Ernsthaftigkeit meiner Liebe überzeugt werden kann.
9. Du bist in der Lage, Dich in gleichem Maße wie ich zur Sicherung an unserer finanziellen Situation einzusetzen, es sei denn, wir haben gemeinsame Kinder und Du hast auch den Glauben daran, daß ein Ausbildungsloser Möchtegern-Rockstar das menschenmöglichste tut, um Dich und die Kinder “durchzubringen”; was ich übrigen WIRKLICH tun würde.
10. Du suchst ein ehrliches Gegenüber… und KEINE KOPIE Deiner selbst, nur dem anderen Geschlecht zugehörig. Wenn Du “bodenständiger” bist als ich, bezeichnest Du mich nicht als “Spinner” und wenn Du noch “fertiger” bist als ich, beschimpfst Du mich nicht als “Spießer”.
11. Du bist Dir im klaren darüber, daß mir die eigene Körperhygiene am Arsch vorbei geht, es sei denn, sie hat den konkreten Zweck mit Dir zu ficken, weil Du lieber einen “sauberen” Jan ficken würdest. Wie oft ich mich wasche/dusche/bade liegt also nur daran, wie oft DU bereit bist, mit mir zu vögeln. Solltest Du also eine Phase der sexuellen Bocklosigkeit haben, mach Dich darauf gefasst, einen zum Himmel stinkenden Asi im Haus zu haben… was aber “abgeschwächt” wird durch Punkt 12:
12. Egal ob wir in ner Wohnung wohnen oder irgendwann ein Eigenheim haben. Ein Zimmer wird auf jeden Fall von mir “beherrscht”. Ein Zimmer, wo Du gerne “zu Gast” sein darfst, aber immer damit rechnen musst, ein unrasiertes, ungewaschenes Stück Scheiße vorzufinden. Der ganze Rest unserer “Behausung” steht Dir zur völlig freien Verfügung. Egal, ob wir nun ne 3 Zimmer Wohnung oder ein ganzes Schloß unser “Heim” nennen. Auf der anderen Seite: Erwarte nicht, daß ich bei der Gestaltung irgendeines anderen Teils als meinem Zimmer unseres “zu Hauses” aktiv werde, wenn Du es nicht ausdrücklich von mir verlangst.
13. Du bist in der Lage aussagekräftige Einkaufszettel zu schreiben mit Dingen, die DU gern haben möchtest und lässt mich die Einkäufe erledigen, weil Supermärkte mir ein Gefühl von Geborgenheit geben, daß ich nirgendwo anders bekommen kann und es nicht ertragen könnte, wenn Du für uns einkaufen gehst..
14. Bier gehört für Dich zu den Grundnahrungsmitteln oder Du bist wenigstens so Fair anzuerkennen, daß es für mich halt dazu gehört. (Konkret: 1 Kasten Bier pro Woche MUSS drin sein)…
15. Du bist selber starke Raucherin oder störst Dich nicht an der Tatsache, daß ich einer bin. Falls Du Nichtraucherin bist, arrangierst Du Dich entweder mit dem Fakt, daß ich mich Quasi ausschließlich in meinem Zimmer aufhalten werde oder lässt mich einfach in den restlichen Teilen der Wohnung auch rauchen, wenn Dir meine Nähe lieb ist.
16. Du solltest, falls möglich, Christ sein, aber nicht allzu viel von Ehe und so nem Schwachsinn wie “kein Sex vor der Ehe” halten, weil ich aufgrund schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit auf keinen Fall noch einmal heiraten werde. Am besten wäre es allerdings, Du wärest ne weltoffenene Atheistin, die schon einiges in ihrem Leben gefickt hat und es nicht weiter stört, wenn ihr Typ hin und wieder Bibel liest und “obskuren Versammlungen” besucht, die für mich sicher noch “obskurer” sein werden, als für Dich.
17. Du solltest nicht irritiert sein, wenn ich an Tagen, wo Du nicht ficken willst oder kannst, einfach onaniere. Das hat nichts damit zu tun, daß Du mir nicht genügen würdest, sondern einfach damit, daß ich NOCH schlechter zu ertragen bin, wenn ich DRUCK habe, als sowieso schon.
finds wirklich richtig beschissen, was du damals von dir gegeben hast… hoffentlich hast du dich geändert, ansonsten tut mir deine freundin schon leid…
Kommentar von Stefan Uhlig — 15. Juli 2008 @ 11:19
Mh… also ich fand es damals wie heute eigentlich recht amüsant.
War natürlich aus der damaligen Situation heraus vielleicht etwas übertrieben dargestellt…
Du weisst doch: Hunde, die bellen, beißen nicht
Kommentar von Frollein Friede — 15. Juli 2008 @ 13:39
Lieber Stefan Uhlig!
Wer bist Du, dass ich dir leid tun kann?
Ich wünsche eine ehrliche Antwort.
Dein Ees
Kommentar von Ees — 15. Juli 2008 @ 18:51
Liebe Ees,
du bist die “Traumfrau, die ich seinerzeit gesucht habe…” (Frollein Friede). Da ich einige Punkte dieser Liste nicht grade sehr nett bzw. herabwürdigend finde, würdest Du mir leid tun, wenn das wirklich so wäre. Wenn Frollein Friede seine Meinung seitdem geändert hat, dann ist das, was ich geschrieben völlig ohne Bedeutung…
Zu mir: Ich bin nur ein regelmäßiger Leser des Blogs hier… Deinen hab ich heut entdeckt… ist wirklich schön!! Ganz ehrlich!
Kommentar von Stefan Uhlig — 15. Juli 2008 @ 22:31
Lieber Stefan!
Genau das ist der Punkt. Du findest einige dieser Aufzählungen nicht gerade sehr nett und herabwürdigend.
Aber meine Meinung darüber kennst Du garnicht.
Du weißt nicht, ob ich darunter leide, oder ob ich mich total wohl fühle.
Wie kann ich dir dann leid tun?
Außerdem muss nicht jeder, der von deiner Norm abweicht, bemitleidet werden, solange er sich selbst in diesem Zustand wohl fühlt. (Haste nie die Addams-Family gesehen?)
Ich habe wirklich kein Problem damit, wenn Du diese bescheuerte “Stellenanzeige” kacke findest, aber wenn ich auf einmal jemandem leid tue, der weder mich und meine Ansichten, noch die reale Beziehung in der ich lebe kennt, find ich das irgendwie nicht nett und auch ziemlich herabwürdigend.
Liebe Grüße,
Ees
Kommentar von Ees — 16. Juli 2008 @ 11:54
Liebe Ees,
natürlich kenne ich Dich nicht und kann deswegen nur ein grobes Bild von Euch im Kopf haben.
Es geht mir aber auch gar nicht so um Dich und wie das jetzt genau bei Euch zugeht.
Ich hab einfach ein Problem damit, wenn jemand so seine Freundin behandelt wie in manchen Punkten dargestellt. Ich finds nicht gut und nicht richtig. Wenn Du mir jetzt alles genau erzählst und wie das bei Euch läuft usw. kann es schon sein, dass ich da in manchen Punkten anders denken werd, aber von dem, was in dem Blog stand (und mehr hat Jan ja nicht dazu geschrieben), krieg ich eben ein grobes Bild einer Beziehung, dass ich nicht richtig finde.
Das ist so einfach meine Meinung. Die muss auch niemand mit mir teilen.
Und vielleicht ist auch das Wort “Mitleid” en bissle falsch gewählt.
Ich weiss nicht, ob ich, um diese Meinung zu haben, Euch so gut kennen muss.
Genauso find ichs nicht richtig oder schade oder habe vielleicht auch “Mitleid”, dass es hungernde Kinder in Afrika, Prostitution, Drogenabhängigkeit oder auch einfach Menschen gibt, die von Jesus nix wissen wollen.
Die kenn ich zwar auch alle nicht persönlich, aber eine Meinung dazu hab ich doch.
Liebe Grüße,
Stefan
Kommentar von Stefan Uhlig — 16. Juli 2008 @ 12:43
Lieber Stefan!
Deine Meinung möchte ich dir auch garnicht absprechen. Eine Meinung sollte jeder haben.
Aber um die ging es mir ja auch garnicht.
Es ging mir tatsächlich nur um dein ausgesprochenes Mitleid, welches nicht angebracht ist, welches ich nicht benötige und welches auch so manche Prostituierte nicht benötigt.
Wenn man Mitleid empfindet, sollte das voraussetzen, dass sich der andere in einem von ihm selbst subjektiv bewerteten, schlechten Zustand befindet (Deswegen auch “Mit-Leid”).
Wenn man sich aber über diesen Zustand nicht im klaren ist, sollte man (meiner Meinung nach) auch vorsichtig mit dem Wort “Mitleid” oder den Wörtern “[…]tut mir deine Freundin schon leid” sein, denn wer nicht “leidet” braucht auch kein Mitleid.
Und auch wenn Du aus deiner subjektiven Sicht heraus eine Person (nehmen wir mich) bemitleidest, weil sie in von dir als negativ bewerteten Umständen (in unserem Fall die Beziehung, wie sie oben dargestellt ist) lebt, heißt das noch lange nicht, dass sie dein Mitleid wirklich braucht, verdient und/oder haben will, denn es kommt nur darauf an, wie sich die betroffene Person (Ees) fühlt, die in den von dir als negativ bewerteten Umständen lebt.
Dein Mitleid kann also nur angemessen sein, wenn eine gewisse Similarität zwischen dem tatsächlichen Befinden einer Person in einer bestimmten Situation und deiner subjektiven Einschätzung über das für dich wahrscheinliche Befinden in dieser bestimmten Situation existiert.
Ich mag niemandem Leid tun, denn ich leide nicht.
Und selbst wenn ich wirklich so wie in der oben dargestellten Beziehung leben würde, hättest Du immernoch kein Recht dazu, mich zu bemitleiden, es sei denn, es ginge mir wirklich schlecht dabei. Und das widerum kannst du einfach nicht wissen.
Nur deshalb habe ich überhaupt etwas dazu geschrieben.
Und weil mir langweilig ist.
Liebe Grüße,
Ees
Kommentar von Ees — 16. Juli 2008 @ 16:55
ok… danke für die Definition… allerdings ist wohl Deine Definition auch nicht die alleinrichtige…
und ich behalte mir das Recht vor, Mitleid für jemanden zu haben, auch wenn er nicht unbedingt leidet (oder auch es vielleicht gar nicht merkt, was nochmal eine ganz andere Sache wäre…).
Es ist wohl die Frage, ob ich Mitleid vom Wort her als “mit jemandem mitleiden” definieren muss… was ich nicht gemacht hab und deswegen eben das Wort verwendet hab (und es vielleicht auch wieder machen würde…)
aber ok… hören wir an der Stelle auf… ich glaub, das führt zu ganz anderen Wegen.. und sooo philosophisch bin ich leider auch (noch) nicht…
Friede?
Wünsch Euch alles, was ihr braucht in Eurer Beziehung!
God bless,
Liebe Grüße,
Stefan
Kommentar von Stefan Uhlig — 16. Juli 2008 @ 21:11
Hallo Stefan!
Wie hast Du das denn sonst gemeint?
Versteh mich nicht falsch, ich will wirklich Frieden schließen, aber diesen Denkanstoß möchte ich dir noch mit auf den Weg geben:
Wenn Du jemanden bemitleidest, der selbst nicht leidet oder es deiner Aussage nach garnicht merkt, dass er leidet, dann stehst Du selbst auf nem ganz schön hohen Sockel.
Denn damit stellst Du deine Normen als die allgemein gültigen dar und wertest andere Lebensarten ab (wenn auch nicht bewusst), die für viele Menschen normal und auch richtig sind.
Und diese Lebensweisen leben sie nicht immer nur, weil sie es nicht anders kennen. Sondern auch weil sie einfach keinen Bock drauf haben, anders zu leben.
Ich finde das sollte man respektieren und nicht bemitleiden.
Und wenn Du jetzt sagst: Aber die armen Nomadenkinder, sie haben keine Chance von Jesus zu erfahren - Da hilft kein Mitleid (denn sie leiden noch nicht darunter, ebensowenig wie unter dem “nicht-Besitz” eines Handys) sondern nur hinfahren und erzählen!
Ich hoffe Du verstehst was ich meine.
Liebe Grüße,
Ees
Kommentar von Ees — 18. Juli 2008 @ 13:34
Hallo Ees,
jetzt muss ich halt doch noch was schreiben dazu
Ausdrücken wollt ich: Ich finde das aus meiner persönlichen Sicht nicht gut, so eine Frau zu behandeln wie manche Punkte es beschreiben, denn sie zeugen von starkem Egoismus, vielleicht sogar auch von einem Nicht-Respekt dem anderen gegenüber. (Das kann man jetzt natürlich auch alles diskutieren…) Außerdem finde ich diese manche Punkte nicht mit der Bibel vereinbar (es sind also gar nicht hauptsächlich meine persönlichen Ansichten, sondern Werte der Bibel und ja, ich stell sie als allgemein gültig da und denke, dass sie für jeden gut und richtig sind!)
Ich hab auch auf vieles kein Bock, aber weiß, dass es gut und richtig ist, mich danach zu verhalten. Natürlich ist jeder ein Egoist. Die Frage ist, wie sehr ich das zulasse und wie stark mein Wille ist, mich zu ändern.
Ok, ich kann natürlich zu den Nomadenkindern fahren, genauso wie nach China, nach Afrika, in den Osten und zu mir vor der Tür. Irgendwann stellst Du fest, dass Du nicht überall sein kannst, aber dass überall Leid ist. Mitleid bedeutet in dem Fall für mich in erster Linie mal, dass ich mich damit beschäftige, darum weiß und was dagegen tu. Ohne Mitleid wirst Du nie irgendjemand helfen…
Kommentar von Stefan Uhlig — 19. Juli 2008 @ 13:46
Hallo Froillein Friede,
habe noch nie eine so ehrliche “Stellenanzeige” gelesen, respekt.
Und wenn ich die Kommentare hier lese, scheinst du auch die richtige Partnerin gefunden zu haben.
Habe deinen Blog erst jetzt entdeckt, werde ihn aber jetzt wohl öfters mal besuchen.
Grüße aus Stuttgart,
von BeateVivere
Kommentar von achim_S — 21. Juli 2008 @ 20:40
Hallo Stefan!
Ne. Es ist eben nicht überall Leid.
Das ist es vielleicht aus deiner Sicht heraus. Aber nicht immer aus der Sicht von den Menschen, die von dem von Dir definierten “Leid” betroffen sind.
Fang an die Leute zu bemitleiden, die es nötig haben. Menschen die wirklich LEIDEN, also physischen oder psychischen Schmerz empfinden.
Und nicht die, von denen Du “meinst”, sie müssten leiden.
Sicher ist Mitleid immer der erste Schritt zum Helfen. Aber es sollte dort bemitleidet und anschließend geholfen werden, wo wirkliches, von den betroffenen Menschen empfundenes Leid herrscht.
Komm mal runter von deinem hohen Ross und sieh, dass man auch im von dir als Dreck definierten Zustand glücklich und zufrieden leben kann.
Du kannst diese Stellenanzeige gern zerreißen und verurteilen.
Die hat nämlich nichts mit dem zu tun, was ich dir hier sagen möchte.
Liebe Grüße,
Ees
Kommentar von Ees — 21. Juli 2008 @ 21:53
Liebe Ees,
irgendwie fehlt mit jett die Lust nochmal alles von vorne anzufangen… wir drehen uns nämlich im Kreis mit unseren Argumenten und Thesen…
Also ich bleibe weiterhin bei meiner Meinung und Du bei Deiner… keiner von uns hat den anderen überzeugen können und ich glaub net, dass wir jetzt noch irgendwie weiterkommen…
Weiterhin alles Gute (was auch immer das für Dich heißen mag *g*…)
Liebe Grüße,
Stefan
Kommentar von Stefan Uhlig — 22. Juli 2008 @ 09:31
Ja Jan, ja, immer nur ja!
Hab das Ding vor kurzem mal gesucht; dachte du hättest es im BON Forum veröffentlicht. Hab ich aber nicht mehr gefunden.
Geiler Text.
Was macht das Leben sonst so? Meld dich ma.
Kommentar von Arnachie — 22. Juli 2008 @ 20:37
Mit Verlaub, Stefan, ich glaube, Du hast den Kern dieses Textes einfach nicht verstanden. Deine Diskussion mit dem Ees war etwas kurios, aber wahrscheinlich auch deshalb, weil es wirklich ziemlich daneben war, wie Du Dich zu Ihr geäußert hattest. Ich hätte da noch ganz anders reagiert, wenn mir jemand so gekommen wäre mit dem Mitleid. Du kannst ja zu allem Möglichen Deine Meinung haben, aber vielleicht solltest Du etwas vorsichtiger dabei sein, wenn Du beim Äußern Deiner Meinung in private Bereiche von anderen vorstößt. Denk da nur mal an den Teil mit “Genauso find ichs nicht richtig […]” - Dieses “Genauso” impliziert, dass Du hier einen “Vergleich” ziehst, der imho ziemlich anmaßend rüberkommt.
Zudem ist mir zumindest auch ziemlich unverständlich geblieben, was Dich jetzt konkret an dem zugegeben “gewagten” Pamphlet gestört hat. Der einzige Anhaltspunkt war ein ziemlich bodenloser Ausflug in Richtung “Werte der Bibel”, die Du aber scheinbar nicht für so wichtig hälst, als dass Du sie hier anführen wolltest.
In diesem Sinne gebe ich Dir den Tipp: wenn Du das nächste mal zu irgendetwas eine Meinung abgeben willst, dann solltest Du vielleicht 1.) nicht direkt im ersten Post persönlich werden [ !! vorallem nicht, wenn Du dabei auf Frauen triffst - denn Du scheinst es noch nicht zu wissen und leider wurde mir diese Einsicht geradezu aufgezwungen: Das sind ganz schön absurde Lebewesen!!
] und 2.) Deine Meinung auch begründen.
Ansonsten sach ich mal: HALLO! zu Beate Vivere
und ein herzliches WELCOME BACK zu meinem Freund Arne [ der ganz nebenbei, wie im übrigen auch ich selbst, auf die “Werte der Bibel” abfährt - das lass ich jetzt auch mal undefiniert, denn das scheint ja heutzutage “Trendy” zu sein
] …
Ich sei mit Euch!
Frollein Friede
Kommentar von Frollein Friede — 22. Juli 2008 @ 22:55
Hallo Frollein Friede,
die Diskussion ist glaube ich in ganz andere Gegenden gegangen, wie worum es eigentlich ging… Ich wollte ursprünglich nur zum Ausdruck bringen, dass ich Deine Punkte nicht gut finde (sag ich jetzt mal so…) Ich wollte nie über Definitionen von Mitleid diskutieren… ich geb auch zu, dass mein erster Beitrag sehr direkt und unwirsch war… Ich werd mir auch in Zukunft genauer überlegen, was ich schreibe und was für Konsequenzen das haben könnte. Da hab ich wirklich was gelernt, das stimmt!
Aber in private Bereiche vorstoßen konnte ich doch nur, weil Du in Deinem Post sehr privat geworden bist… also wie weit die Kommentare ins Private gehen, hängt ja wohl davon ab, wie weit der Post ins Private geht, oder?
Stimmt, ich hab das nie konkret beschrieben, was mich stört bzw. was ich nicht mit der Bibel vereinbaren kann… also:
1) Deine ganze Liste kommt arrogant rüber. Mir kommts so vor à la “Ich mach mein Ding und wenn meine Freundin damit net klarkommt, ist das ihr Pech!” (z.B. Punkte 1.; 11; 15; 17)
Ich krieg das irgendwie net auf die Reihe z.B. mit dem “Gegenseitig unterordnen” im Epheserbrief. Ok, ihr habt vielleicht ne andere Form von Beziehung irgendwie, aber das klingt alles nach sehr wenig Respekt Deiner Partnerin gegenüber! Und das sollte in jeder Beziehung drin sein! Da kann es doch net sein, dass Du machst, was Du willst und sie sollte damit klarkommen, ansonsten eben Pech…
2) Ich finde sehr wohl, dass es Harmonie geben kann auf diesem Planeten im Gegensatz zu Deinem Punkt 5. Und ich glaube, dass Gott uns soweit verändern kann, dass wir in Harmonie zueinander leben können. Natürlich nicht immer, aber es kann funktionieren. Und allein schon die Tatsache, dass ihr beide ja gern mit dem anderen zusammen seid, zeugt doch schon von Harmonie. Ich kann dir da jetzt nicht irgendne konkrete Bibelstelle sagen (vielleicht fällt mir mal was ein…), aber ich denke doch, dass Gott will, dass wir in Harmonie und in Frieden miteinander leben! Du dagegen hast den Willen dazu schon aufgegeben!
3)Punkt 14: Ok, ein Kasten Bier pro Woche ist nicht megaviel. Allerdings ja auch Deine Untergrenze, so wie ich das verstehe. Wir sollen nicht voll Wein sein, sondern voll heiligen Geistes. (steht glaub auch im Epheserbrief) Ich sag nicht, dass Du kein Bier trinken sollst oder so, aber wenn Du ohne nicht mehr auskommst, ist das auch nicht richtig, weil Du davon abhängig bist. Und von Alkohol abhängig sein, ist nicht biblisch. Genauso auch das Rauchen (Punkt 15)
4) Punkt 16: Ich hab mehrmals die Erfahrung gemacht bzw gesehen, dass Partnerinnen, die nicht Christen sind, nicht gut sind für Christen! Genauso ist die Ehe von Gott eingesetzt, schon bei Adam & Eva. Maria & Josef wollten heiraten und Paulus lässt den Schluss gar nicht erst offen, nicht zu heiraten.
Genauso auch mit “Sex vor der Ehe”. Maria und Josef haben nicht miteinander geschlafen bis zur Ehe. Und Paulus sagt, wenn wir es nicht aushalten, dann sollen wir heiraten, denn es ist besser zu heiraten als dem Verlangen zu erliegen. Wie kannst Du das als Schwachsinn abtun? Und wie willst Du das einer weltoffenen Atheistin erklären, dass Du nicht mit ihr schlafen willst vor der Ehe? Schon allein daran scheitern die Beziehungen zwischen Christen und Nichtchristen.
5) Onanieren, ok… wenns Deiner Freundin nix ausmacht… möchte aber mal wissen, wie Du onanierst ohne Deine Gedanken zu verunreinigen?? Weil Pornos gucken oder sich im Kopf irgendwas ausmalen würde ich als Sünde sehen, wie Jesus sagt, dass, wer eine Frau ansieht sie zu begehren, schon Ehebruch mit ihr begangen hat.
So weit mal meine Aufstellung.
Das stört mich konkret bzw. das krieg ich nicht mit der Bibel übereins. Hat jetzt ne Weile gedauert (vielleicht hab ichs auch deswegen nie ausgeschrieben…), aber jetzt ist es ja da.
Manches ist von Dir wahrscheinlich anders gemeint bzw. von mir anders aufgefasst worden, aber das ist nunmal der Nachteil beim schriftlichen Kommunizieren…
Ich hoff, dass ich alles verständlich erklärt hab…
Liebe Grüße,
Stefan
Kommentar von Stefan Uhlig — 24. Juli 2008 @ 11:58
Hi Stefan.
Na, so find ich’s schon besser - wenn es etwas konkreter wird
Gut. Wie ich vorallem noch durch das angehängte MP3 Demonstrieren wollte, handelt es sich bei diesem Pamphlet um eine antithetische Kontaktanzeige. Also im Endeffekt um eine Auflistung möglichste negativer und insbesondere auch überzogen negativer Eigenschaften, die niemand je in einer Kontaktanzeige so formulieren würde.
Da ist jetzt natürlich grundsätzlich die Frage, inwiefern ein solch zynisch-satirischer Text gewissen biblischen Wertmaßstäben gerecht wird. Da ich die Bibel aber auch nicht als Wegweiser oder Anleitung, sondern als Begleiter betrachte, finde ich das nicht unbedingt wichtig. Denn wie David in den Psalmen da teilweise den Leuten “die Pest an den Hals gebetet” hat, das wäre ja auch nicht mit dem “Liebe Deine Feinde” von Jesus in Einklang zu bringen.
Ich denke, dass es zunächst das Wichtigste ist, ehrlich vor Gott, seinen Mitmenschen und sich selbst zu sein. Die Bergpredigt skizziert in meinen Augen etwas “wünschenswertes”, etwas “paradiesisches”, Jesus umreißt ein Ziel, aber sein Leben und vorallem sein Tod haben in meinen Augen gezeigt, dass es nicht darum geht, dieses Ziel zu erreichen, sondern darum, sich danach auszustrecken.
Ich habe keine Lust ein Mensch zu sein, der zwanghaft meint, sich einreden zu müssen bereits dort zu sein. Für mich stellt es sich sogar so dar: wer nicht in der Lage ist, dem Arschloch in sich selbst ins Gesicht zu sehen und es als das anzunehmen, was es ist, der wird nicht in der Lage sein dies alles abzugeben und in Gottes Hände zu legen.
Ich brauche keinen Menschen, der mich liebt, weil ich “gut” bin. Ich brauche keinen Gott, der mich liebt, weil ich “gut” bin. Ich brauche jemanden, der mich liebt, obwohl ich scheiße bin.
Mir persönlich hat es viel gebracht, den Mut aufzubringen auch meine negativen Seiten anschauen zu können ohne mich selbst dafür hassen zu müssen. Dieser Text spielte in diesem Prozeß eine gewisse Rolle — aber aufgrund eines Jahre alten Textes und einem Star Trek Witz Rückschlüsse auf meine Beziehung mit Sunny zu ziehen finde ich doch etwas arg übertrieben.
Alles Liebe!
Frollein Friede
Kommentar von Frollein Friede — 29. Juli 2008 @ 00:54
Hey Frollein Friede,
ich teile Deine Meinung eigentlich komplett.
Natürlich sind wir scheiße und genau deswegen brauchen wir auch Gott und seine Liebe.
“Jesus umreißt ein Ziel, aber sein Leben und vorallem sein Tod haben in meinen Augen gezeigt, dass es nicht darum geht, dieses Ziel zu erreichen, sondern darum, sich danach auszustrecken.” –> Genau das ist es!!
Aber genau das fehlt mir auch in Deiner Anzeige. Es klingt so, als willst Du Dich gar nicht ändern und findest deine Punkte da gut und richtig so. Und das widerspricht doch dem Ausstrecken. Ich vermiss sowas wie: Ich weiss, dass ich scheiße bin, aber will mich verändern. Verstehst Du?
Aber ich glaub, wir liegen beide da in der Meinung doch recht nah zusammen…
Übrigens: Ich hätte nie Rückschlüsse auf Deine Beziehung geschlossen, wenn Du es nicht zuerst selber getan hättest: “wenn ich mir die Punkte durchsehe und feststelle wie sehr mein liebstes Ees recht genau der “Traumfrau” entspricht, die ich seinerzeit gesucht habe…”
Liebe Grüße,
Stefan
Kommentar von Stefan Uhlig — 3. August 2008 @ 18:53